Gestreckte Gesellenprüfung zum Anlagenmechaniker SHK

Für alle ab dem 01.08.2016 abgeschlossenen Ausbildungsverträge gilt eine neue Ausbildungs- und damit Prüfungsordnung (mit gestreckter Gesellenprüfung), d. h. die frühere Zwischenprüfung, jetzt Gesellenprüfung Teil 1 genannt, zählt mit bei der Gesellenprüfung am Ende der Ausbildung.

 

Gesellenprüfung Teil 1 (Zum Ende des 2. Ausbildungsjahres)

Der Prüfungsbereich 1 umfasst einen schriftlichen Teil (ca. 1 Stunde) und einen praktischen Teil mit ca. 6 Stunden Arbeitszeit. Diese praktische Arbeitsaufgabe besteht aus der Herstellung eines Anlagenteiles (Rohrmontage) mit Elektroinstallation und dem Fachgespräch.

Er wird als Prüfungsbereich „Versorgungstechnik“ bezeichnet und zählt mit 30 % zur Gesamtprüfung.

Gesellenprüfung Teil 2 (Zum Ende der Ausbildung)

Der Prüfungsbereich 2 der Kundenauftrag umfasst Arbeitsplanung, Rohrmontage, Elektroinstallation, Gerätetechnik, sowie das Fachgespräch (insgesamt ca. 15 h), entspricht der früheren praktischen Gesellenprüfung und zählt 35 % zur Gesamtprüfung.

Die Bereiche 2 (Arbeitsplanung) mit 15 %, Bereich 3 (Systemanalyse und Instandhaltung) mit 10 % und Bereich 4 (Wirtschafts- und Sozialkunde) mit 10 % zu Gesamtprüfung bilden die frühere theoretische Gesellenprüfung.

Bei der Anmeldung zur GP Teil 2 müssen „Einsatzgebiete“ (Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Klima-, Erneuerbare Energien und Umwelttechnik) ausgewählt werden, diese finden beim Kundenauftrag, der Arbeitsplanung und der Systemanalyse/ Instandhaltung Berücksichtigung.

 

Die Gesellenprüfung ist bestanden, wenn
  • Prüfungsbereich Kundenauftrag mindestens „ausreichend“
  • 2 von den 3 „schriftlichen“ Prüfungsbereichen (AP, Syst. u. Insth. / WiSo) mindestens „ausreichend“
  • in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 „ungenügend“
  • im Gesamtergebnis von Teil 2 mindestens „ausreichend“
  • im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mindestens „ausreichend“

 

 

In der Bildergalerie können Sie noch einige Impressionen von der Gesellenprüfung betrachten.